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Im Jahr 1860 wurde in Himberg im Bezirk Baden ein Metall verarbeitender Betrieb gegründet, welcher die Grundlage für die spätere Hirtenberger Patronenfabrik (und vielen weiteren) schuf. Neben Bauteilen und Maschinen wurde die Munitionsproduktion immer wichtiger, vor allem in Verbindung mit den beiden Weltkriegen. Im dritten Reich musste das Werk an die deutsche Wilhelm-Gustloff-Stiftung zwangsverkauft werden und später umbenannt auf „Gustloffwerke Hirtenberg“ wurde die Produktion um das Werk in Kottingbrunn und wegen des steigenden Kriegsrüstungsbedarf um 1938-40 auch am Lindenberg erweitert. Dort wurden vor allem kritische Produktionsabläufe ausgelagert, damit im Schadensfall der Ausfall so gering wie möglich gehalten werden konnte.

Nach dem Krieg und der folgenden Übernahme der Sowjets wurde das gesamte Werk Lindenberg zerstört. davon zeugen noch heute weitläufige Trümmerfelder, Splitterschutzwälle, Wasser-/Grabenanlagen. So wie das Werk Ende der 40er Jahre dort gespregt wurde, liegt es noch heute dort und wird langsam von der Natur zurück erobert.

 

Lindenberg LaserScan © geoland / webgis
Lindenberg LaserScan © geoland / webgis
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Lindenberg SatView © geoland / webgis
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Bild aus „Hirtenberger AG – Die ersten 150 Jahre: Festschrift anlässlich des Firmenjubiläums 2010“

 

Koordinaten: 47.938744, 16.178034 – Google MapsOpenStreetMap

 

Hinweis: die 7,5 cm Panzergranate auf den letzten Bildern wurde der Polizeidienststelle Hirtenberg gemeldet, die eine sofortige Sicherung und Räumung durch den Entminungsdienst veranlasste! Munitionsfunde sind Meldepflichtig!

 

 

Weiterführende Links:

Offizielle Website: Hirtenberger Group

Wikipedia: Hirtenberger Holding GmbH

PDF: Hirtenberger AG – Die ersten 150 Jahre: Festschrift anlässlich des Firmenjubiläums 2010